Medaillenregen in der Hitze von Hof

LAZ-Athleten holen neun Medaillen bei Bayerischen Meisterschaften.
Es war das bisher heißeste Wochenende des Jahres und heiß ging es auch bei den Bayerischen Meisterschaften der Jugend und der Junioren im oberfränkischen Hof her. Die Leichtathleten des LAZ Kreis Würzburg hinterließen dabei einen sehr guten Eindruck und überzeugten mit hervorragenden Leistungen und vielen Medaillenplätzen.
Drei Athleten standen sogar ganz oben auf dem Treppchen.
Gar einen Doppelerfolg gab es dabei für Joschua Deckert im zahlenmäßig äußerst schwach besetzten Feld der männlichen Junioren. Lediglich einem Konkurrenten sah sich der Günterslebener gegenüber und der kam auch noch aus den eigenen Reihen. Matthias Küsters zeigte sich kurzerhand bereit neben dem Stabhochsprung und dem Hürdenlauf auch in den Wurfwettbewerben an den Start zu gehen, um überhaupt einen regulären Wettkampf zustande zu bekommen. Hätte Deckert die Wettbewerbe im Alleingang bestreiten müssen, wäre ihm der Titel nicht zugestanden worden. „Das ist schon enttäuschend, wie gering die Beteiligung in der Juniorenklasse ist. Da kommt selbst auf den Bayerischen kein ordentlicher Wettkampf zustande.“, beklagt sich der 20-jährige über die Situation. So gingen in zwei Disziplinen gleich vier Medaillen nach Würzburg.
Mehr zu tun hatte hingegen das Höchberger Stabhochsprungtalent Artur Wollert in der Klasse der männlichen Jugend B. Hier gab es ein gutes Starterfeld, in dem sich der 16-jährige mit 4,40m durchsetzte und die Goldmedaille gewann. Nach der Siegeshöhe versuchte er sich an einer neuen persönlichen Bestleistung von 4,60m und scheiterte nur hauchdünn. „Die Medaille ist schön, aber über die verpassten 4,60m ärgere ich mich schon.“, beschreibt Wollert die zwei Seiten der Medaille. „Er hätte die Höhe drin gehabt, nur der Abstand passte nicht optimal. Aber ich mache mir keine Sorgen, dass Artur diese Höhe in diesem Jahr noch knackt.“, zeigte sich Trainer Freddy Schlund nach dem Wettkampf optimistisch.
Die Goldmarie im Bunde war an diesem Wochenende Karen Ettinger aus Höchberg. Sie setzte sich in der Klasse der weiblichen Jugend A durch und gewann mit 3,40m den Bayerntitel. „Über die Goldmedaille freue ich mich riesig. Bei der Höhe hätte ich gerne noch ein paar Zentimeter draufgepackt.“, resümiert Ettinger ihren Wettkampf ganz ähnlich wie Teamkollege Artur Wollert.
Rang zwei schien an diesem Wochenende der beliebteste Platz der Würzburger zu sein.
Nach den zwei Goldmedaillen im Stabhochsprung durch Karen Ettinger und Artur Wollert komplettierten Matthias Küsters und Mira Dold den Erfolg der Höchberger Stabhochsprunggruppe. Matthias Küsters sicherte sich mit übersprungenen 4,60m den zweiten Platz, aber war mit seinem Wettkampf nicht so ganz zufrieden. „Im Training mache ich einfach bessere Sprünge. Dies gelingt mir im Wettkampf noch viel zu selten.“, ärgerte sich der 20-jährige trotz seines dritten Edelmetalls.
Auch Mira Dold hatte am Ende ein lachendes und ein weinendes Auge. In einem spannenden Wettkampf holte sie sich zwar am Ende mit einem Kraftakt die Silbermedaille, der ersehnte Sprung über die neue persönliche Bestmarke von 3,50m wollte ihr jedoch noch nicht ganz gelingen. „Das ist schon der dritte Wettkampf nacheinander, in dem ich 3,40m springe und immer waren die 3,50m so knapp.“, trauert sie der verpassten Chance hinterher. „Mira hat sich jetzt sicher bei 3,40m eingependelt. Irgendwann demnächst klappt das mit der neuen Besthöhe. Sie muss nur geduldig weiter trainieren.“, blickt Trainerin Simone Langhirt zuversichtlich auf die kommenden Wettkämpfe der 17-jährigen.
Ohne Stab schwang sich Manuel Marko in luftige Höhen. In der B-Jugendklasse holte er sich mit übersprungenen 1,92m den Silberplatz im Hochsprung. Dabei blieb er nur knapp unter seiner Jahresbestleistung von 1,95m. „Mit dem Platz und eigentlich auch mit der Höhe bin ich zufrieden – wobei der letzte Versuch über die 1,95m sehr knapp war.“, beschreibt der Günterslebener seinen Erfolg. Marko möchte bei jetzt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Anfang August erneut auf Höhenjagd gehen und dort unter die besten acht kommen.
Keine Medaillen, aber gute Platzierungen gab es außerdem noch für Markus Schwerdtfeger. Er kam im Kugelstoßen und im Diskuswurf auf Rang sechs.
Nadia Jammal belegte den sechsten Platz auf der 800m-Strecke der A-Jugend.Ihre Trainingskollegin Amelie Seidenspinner erreichte über 100m-Hürden den Endlauf und belegte dort den achten Rang.
Neben seinen drei Silberplätzen belegte Matthias Küsters außerdem über 110m Hürden im Endlauf der Junioren einen guten vierten Platz.
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